Strafe nach Krebsheilung?

Martin Winkler heilte seinen Prostatakrebs mit selbst gemachtem Cannabis-Öl. Jetzt wurde der 47-Jährige wegen der Erzeugung von ‚Suchtmitteln‘ angeklagt. Ein Urteil in diesem Prozess zu fällen, wird für die Richterin schwierig werden. Dem veralteten Suchtmittelgesetz (SMG) zufolge gilt Cannabis immer noch als illegales Rauschmittel, obwohl Zehntausende Studien die Heilkraft der wahrscheinlich besten Heilpflanze bestätigen.

Quelle: Medijuana, 2019

Immer wieder unseriöse Berichterstattung zum Thema Cannabis in der Medizin

Vor kurzem erschien in einer grossen Deutschschweizer Sonntagszeitung ein Artikel mit dem Titel «Cannabis hilft nicht bei psychischen Leiden». Der Artikel bezieht sich auf Auswertungen australischer Forscher, die bestehende Studien von 1980 bis 2018 analysiert und ausgewertet haben. Liest man den Artikel durch, bleibt ein negativer Eindruck zurück. Die Resultate seien ernüchternd. Es gäbe bisher keine Hinweise, dass medizinisches Cannabis bei psychischen Erkrankungen hilft. Weder bei Depressionen, Angststörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen, ADHS noch Psychosen hat sich ein positiver Effekt nachweisen lassen, steht darin geschrieben. Das liess uns aufhorchen.

Quelle: Medcan, 2019

“Ohne Cannabis wäre ich schon lange tot”

Karl Huber hat den Alkoholentzug durch Kiffen geschafft – mit staatlicher Genehmigung. Karl Hubers Leben zerfällt in zwei Hälften. Zwei Hälften, die er auf die schlichte Formel bringt: “Alkohol ist ein Rauschgift, Cannabis ein Rauschmittel.” Die letzten zwei Silben unterstreicht er mit der Stimme. Denn um den Rausch geht es Huber nicht. Nicht mehr. Das Cannabis, dessen Dämpfe er sich mit staatlicher Genehmigung in die Lungen zieht, ist für ihn Mittel zum Zweck. Der Zweck: Wegbleiben vom Alkohol.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 2015

“Diese Kopfschmerzen sind eine Folter”

Seit 25 Jahren wird Rüdiger Klos-Neumann (45) aus Bergkamen von den sogenannten Clusterkopfschmerzen geplagt. „Viele kennen das unter dem Begriff Selbstmordkopfschmerz. Diese bis heute unheilbare Erkrankung führt bei 55 Prozent der betroffenen Patienten zum Suizid“, erklärt er.

Quelle: Stadtspiegel Kamen, 2019