Millionen mit Hanf

Die Aktienkurse vieler Cannabis-Konzerne sind abgestürzt. Ein deutsches Start-up sammelt trotzdem noch Millionen ein.

Eine Zeitlang hat Hanf (botanischer Name: cannabis sativa) die Anleger an der Börse in schiere Verzückung versetzt. Weil mehr und mehr Länder den Cannabis-Konsum legalisierten – sei es nur zum medizinischen Gebrauch für Schmerzpatienten wie in Deutschland, sei es ganz allgemein wie in Kanada –, stiegen die Aktienkurse nordamerikanischer Cannabis-Anbauer wie Aphria, Aurora und Canopy Growth raketenartig. Tabakkonzerne und Getränkehersteller kauften sich in der Hoffnung auf glänzende Geschäfte mit der einst als Kiffer-Kraut verrufenen Ware für sehr viel Geld in die neu entstehende Branche ein. Das frische Kapital wollte investiert sein. So übernahm erst im Frühjahr Canopy Growth für satte 226 Millionen Euro den bis dato größten deutschen Anbieter, die Cannabis-Sparte des in der Oberpfalz beheimateten Naturheilmittelherstellers Bionorica.

Quelle: FAZ, 2019

Update: Italien Cannabis light nun doch legal?

Das italienische Parlament hatte der Legalisierung grünes Licht gegeben und Ende letzter Woche eine Änderung des Haushalts 2020 gebilligt. Aber als die Präsidentin des Senats, Maria Elisabetta Casellati, am frühen Dienstagmorgen den Haushalt verabschiedete, erklärte sie den Änderungsantrag aus technischen Gründen für “unzulässig”.

Quelle: Leafly, 2019

Haschisch und Marihuana im Vergleich

In Deutschland enthält seit 2016 Haschisch im Schnitt mehr THC als Marihuana. Die Wirkstoffgehalte werden in Deutschland für jede Cannabiszubereitung (Kraut, Blüten und Haschisch) getrennt erfasst und jährlich ausgewertet und im November oder Dezember des Folgejahres veröffentlicht. Die Bestimmung des THC-Gehalts erfolgt auf der Basis der Beschlagnahmungen von Tausenden von Proben Marihuana (Kraut und Blütenstände) und Haschisch durch die Labore von Bundeskriminalamt, Landeskriminalämter und Zollbehörden. Bei den gemeldeten Wirkstoffgehalten wird das bei thermischer Belastung zusätzlich entstehende Tetrahydrocannabinol (THC) mit berücksichtigt.

Quelle: Taz blogs, 2019