Britische Kranke zeigen sich selbst an

In Großbritannien erhielt seit dem Start des Programms für therapeutisches Cannabis nur ein Bruchteil der PatientInnen ärztliche Rezepte. Da das legale Cannabis für die meisten wegen seines hohen Preises keine Option darstellt, wählten viele den häuslichen Anbau. Um ihre Plantagen vor einer Beschlagnahmung durch die Polizei zu schützen, kamen einige PatientInnen dem zuvor und zeigten an, dass sie aus medizinischen Gründen für sich selbst anbauen.

Hände weg von den Plantagen!

Quelle: Medijuana, 2019

In Kanada verstauben Hunderttausende Kilo Cannabis

Gleichzeitig hat Deutschland letztes Jahr nur 3.700 Kilo Gras importiert.
An einem Ort gestapelt würde all das Weed wohl einem Waldhügel ähneln: In Kanada lagert eine riesige Menge Cannabis und niemand will es haben. Offizielle Zahlen der kanadischen Regierung zeigen, dass das Land viel mehr Cannabis produziert, als es verbraucht und verkauft.

Im August 2019 lagerten in Kanada laut Regierung legal 389.059 Kilo Cannabis. Davon wurden im selben Monat jedoch nur 12.917 Kilogramm verkauft. Irgendwo setzten also alleine aus diesem Monat 376.142 Kilo Marihuana Staub an – und der Produktionsüberschuss wird größer und größer.

Quelle: Vice, 2019

Haschisch und Marihuana im Vergleich

In Deutschland enthält seit 2016 Haschisch im Schnitt mehr THC als Marihuana. Die Wirkstoffgehalte werden in Deutschland für jede Cannabiszubereitung (Kraut, Blüten und Haschisch) getrennt erfasst und jährlich ausgewertet und im November oder Dezember des Folgejahres veröffentlicht. Die Bestimmung des THC-Gehalts erfolgt auf der Basis der Beschlagnahmungen von Tausenden von Proben Marihuana (Kraut und Blütenstände) und Haschisch durch die Labore von Bundeskriminalamt, Landeskriminalämter und Zollbehörden. Bei den gemeldeten Wirkstoffgehalten wird das bei thermischer Belastung zusätzlich entstehende Tetrahydrocannabinol (THC) mit berücksichtigt.

Quelle: Taz blogs, 2019