Bergkamener kann unerträgliche Schmerzen nur mit Hanf lindern

„Auf einer Skala von eins bis zehn“, sagt Rüdiger Klos-Neumann, „liegen meine Attacken bei acht und neun.“ Ab zehn wird er vor lauter Schmerzen ohnmächtig. Klos-Neumann ist chronisch krank, er leidet an Cluster-Kopfschmerzen. Dagegen hilft ihm nur eins: Marihuana. Aber seit Dezember zahlt die Krankenkasse nicht mehr.

Bergkamen – 300 Gramm Cannabisblüten, soviel verkocht Rüdiger Klos-Neumann im Monat. Zehn Gramm kosten in der Apotheke 184 Euro. Er erhitzt die Blüten erst, um ihre Wirkung zu aktivieren, dann kocht er aus den Pflanzen Tee. „Man muss die Blüten mittrinken“, erklärt Klos-Neumann. Lässt seine Dosis nach, nutzt er einen Verdampfer. Nur so kommt er durch den Tag, kann arbeiten und sich um seine Familie kümmern.

Quelle: Westfälischer Anzeiger, 2020

Umbruch in deutscher Cannabis-Lobby: Neuer Branchenverband soll Liberalisierung voranbringen

Wer sich in Deutschland für den Konsum und Verkauf von medizinischem Cannabis interessiert, kommt am Deutschen Hanfverband (DHV) kaum vorbei. Die Organisation vertritt bisher die gesamte Cannabislobby, von der Legalisierungsbewegung über den kleinen Headshop bis hin zum Pharmaunternehmen. Ein Interessensbündnis aus Aktivisten und Anzugträgern, das durchaus Konflikte birgt — doch damit soll nun Schluss sein.

Nach Informationen von Business Insider tritt der Hanfverband die Lobbyarbeit für die Wirtschaft ab Januar 2020 an den neu gegründeten Branchenverband Cannabiswirtschaft (BvCW) ab.

Quelle: Business Insider, 2020

Thailand legalisiert medizinisches Cannabis

In Bangkok hat die erste Klinik für die Verschreibung von Cannabisöl eröffnet. Die Entscheidung, Cannabis für medizinische Zwecke zu legalisieren, kam überraschend: Denn Thailand hat traditionell eine harte Haltung gegenüber Drogen. Entscheidend waren deshalb wohl auch nicht allein medizinische Gründe – sondern auch handfeste wirtschaftliche Interessen.

Quelle: DW, 2020

Hanfbarprozess in Braunschweig: Müssen Betreiber ins Gefängnis?

Gegen die Hanfbar-Betreiber fordert die Staatsanwaltschaft Haftstrafen von drei und von 2,5 Jahren – Bewährung wäre damit vorerst nicht möglich. Im Prozess um die beiden Betreiber der Braunschweiger Hanfbar sind am Montag vor der 4. Großen Strafkammer des Landgerichts Braunschweig die Plädoyers gehalten worden. Während die Staatsanwaltschaft mehrjährige Freiheitsstrafen fordert, plädiert die Verteidigung auf Freispruch.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, 2020

Polizei will kriminelle Strukturen auflösen

Die Berliner Polizei will im neuen Jahr noch deutlicher gegen den Rauschgifthandel vorgehen. Vor allem Kokain gelange in „großen Mengen“ in die Stadt, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik der Deutschen Presse-Agentur. „Der gesamte Bereich Drogen ist daher ein Thema, dem wir uns künftig noch nachdrücklicher widmen müssen. Dabei geht es auch verstärkt um die Frage, welche Strukturen dahinterstehen, wie sieht die Händlerkette aus.“

Quelle: Tagesspiegel, 2020

Fast 3 Millionen Euro an einem Tag: Krasser Umsatz durch legalen Cannabis-Verkauf!

USA – Im US-Bundesstaat Illinois gibt es seit vergangenen Mittwoch legal Cannabis zu kaufen. Schon am ersten Tag (1. Januar) sollen „ungefähr 77.128 Kunden“ das legale Cannabis in Apotheken gekauft haben, was zu einem Umsatz von 3,2 Millionen US-Dollar (umgerechnet fast 2,9 Millionen Euro) führte, berichtete FOX Business.

Quelle: Tag24, 2020