Die Aktienkurse vieler Cannabis-Konzerne sind abgestürzt. Ein deutsches Start-up sammelt trotzdem noch Millionen ein.

Eine Zeitlang hat Hanf (botanischer Name: cannabis sativa) die Anleger an der Börse in schiere Verzückung versetzt. Weil mehr und mehr Länder den Cannabis-Konsum legalisierten – sei es nur zum medizinischen Gebrauch für Schmerzpatienten wie in Deutschland, sei es ganz allgemein wie in Kanada –, stiegen die Aktienkurse nordamerikanischer Cannabis-Anbauer wie Aphria, Aurora und Canopy Growth raketenartig. Tabakkonzerne und Getränkehersteller kauften sich in der Hoffnung auf glänzende Geschäfte mit der einst als Kiffer-Kraut verrufenen Ware für sehr viel Geld in die neu entstehende Branche ein. Das frische Kapital wollte investiert sein. So übernahm erst im Frühjahr Canopy Growth für satte 226 Millionen Euro den bis dato größten deutschen Anbieter, die Cannabis-Sparte des in der Oberpfalz beheimateten Naturheilmittelherstellers Bionorica.

Quelle: FAZ, 2019